
Hisense 50E6DS vs Samsung GU50U8079H Test 2026
Welcher günstige 50-Zoll-TV ist besser?
Die Fußball-WM steht vor der Tür, der alte Fernseher flimmert inzwischen eher, als dass er begeistert, und plötzlich stellt sich wieder die große Frage: Welcher Fernseher lohnt sich eigentlich, wenn man einfach ein gutes Bild zum fairen Preis haben möchte?
Genau hier greifen der Hisense 50E6DS und der Samsung GU50U8079H an. Beide Modelle wollen vor allem im unteren Preissegment punkten. Dort suchen viele Käufer keine High-End-Technik für mehrere tausend Euro, sondern einen modernen Fernseher, der Netflix, Fußball und den normalen TV-Abend souverän meistert.
Die Ausgangslage könnte dabei kaum spannender sein. Auf der einen Seite steht Samsung, der altbekannte Platzhirsch im TV-Markt. Seit Jahren dominieren die Südkoreaner die Verkaufsflächen der Elektronikmärkte und genießen bei vielen Käufern fast automatisch einen Vertrauensbonus. Auf der anderen Seite drängt Hisense immer aggressiver in den europäischen Markt. Die chinesische Marke lockt mit viel Ausstattung fürs Geld und kratzt inzwischen spürbar am Selbstverständnis der etablierten Hersteller.
Besonders spannend wird der Vergleich beim Blick auf den Preis. Denn obwohl beide Fernseher auf dem Datenblatt zunächst erstaunlich ähnlich ausgestattet wirken, trennen sie bei der unverbindlichen Preisempfehlung ganze Welten. Während Samsung für den Samsung GU50U8079H stolze 679 Euro verlangt, startet der Hisense 50E6DS mit einer UVP von gerade einmal 399 Euro.
50 Zoll Bildschirmdiagonale, 4K-Auflösung, Smart-TV-System und alle wichtigen Streaming-Apps sind bei beiden Geräten bereits an Bord. Doch wie gut ist das Bild wirklich? Wie flüssig laufen schnelle Bewegungen beim Fußball? Wie intuitiv funktioniert die Bedienung? Und wie gut schlägt sich der Fernseher tagsüber in einem hellen Wohnzimmer, wenn Sonnenlicht auf das Display fällt? Wir haben beide Modelle für Euch getestet.
Quick Check
- Scharfes 4K-Bild
- Natürliche Farben
- Hochwertige Optik
- Geringe Spitzenhelligkeit
- Schwacher Schwarzwert
- Kein USB-Recording
Größenübersicht
| Hisense | Samsung |
| 43 Zoll – 43E6DS 50 Zoll – 50E6DS 55 Zoll – 55E6DS 58 Zoll – 58E6DS 65 Zoll – 65E6DS |
43 Zoll – GU43U8079H 50 Zoll – GU50U8079H 55 Zoll – GU55U8079H 65 Zoll – GU65U8079H 75 Zoll – GU75U8079H 85 Zoll – GU85U8079H 98 Zoll – GU98U8079H |

Design und Verarbeitung
Schon beim Auspacken zeigt sich, dass günstige Fernseher heute längst nicht mehr automatisch billig aussehen müssen. Überraschenderweise ist es ausgerechnet der deutlich günstigere Hisense 50E6DS, der beim ersten Eindruck besonders auffällt. Der dunkle, gebürstete Metallrahmen wirkt modern und verleiht dem Gerät eine angenehm elegante Optik. Auch die Standfüße bestehen aus Metall und hinterlassen einen stabilen Eindruck.
Der Samsung GU50U8079H setzt dagegen auf ein etwas schlichteres Design. Rein optisch wirkt der Samsung zunächst unspektakulärer, allerdings fühlt sich das Kunststoffgehäuse insgesamt eine Spur hochwertiger an. Die Verarbeitung wirkt sauberer und etwas präziser, besonders beim Druck auf die Rückseite oder beim Anfassen der Gehäusekanten.
Beide Fernseher bewegen sich beim Gewicht auf einem ähnlichen Niveau. Der Hisense baut minimal schlanker als der Samsung, echte Designwunder sind jedoch beide nicht. Mit etwas mehr als sieben Zentimetern Tiefe gehören beide Modelle eher zur dickbäuchigen Kategorie moderner Fernseher. Im Alltag fällt das allerdings kaum negativ auf, denn von vorne wirken beide Geräte angenehm modern. Die Bildschirmränder sind schmal und lenken kaum vom Bild ab.
Wer seinen Fernseher lieber an der Wand montieren möchte, kann bei beiden Geräten problemlos zu einer gewöhnlichen VESA-Wandhalterung greifen.
Unterschiedliche Fernbedienungen
Der größte Unterschied zeigt sich jedoch bei der Fernbedienung. Samsung liefert eine moderne Smart Remote mit minimalistischer Tastenanzahl. Das wirkt aufgeräumt, hochwertig und nach kurzer Eingewöhnung angenehm intuitiv. Hisense verfolgt dagegen den klassischen Ansatz. Die Fernbedienung des Hisense besitzt Zifferntasten und eine Vielzahl zusätzlicher Knöpfe. Das freut zwar Nutzer, die möglichst viele Direktfunktionen bevorzugen, insgesamt wirkt die Fernbedienung dadurch aber etwas überladen und weniger übersichtlich.


Ausstattung
Der größte Unterschied zwischen dem Hisense 50E6DS und dem Samsung GU50U8079H steckt nicht im Design und auch nicht bei den Anschlüssen, sondern beim Betriebssystem. Während Samsung auf sein eigenes Tizen-System setzt, verwendet Hisense die Plattform VIDAA. Rein optisch nehmen sich beide Oberflächen erstaunlich wenig. Beide wirken modern, übersichtlich und liefern schnellen Zugriff auf die wichtigsten Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video, Disney+, YouTube oder RTL+.
Im Alltag zeigt sich allerdings schnell, dass Tizen insgesamt ausgereifter wirkt. Das System läuft flüssiger, Menüs öffnen sich schneller und die Bedienung funktioniert mit der minimalistischen Smart Remote angenehm intuitiv. Besonders beim schnellen Wechsel zwischen Apps oder Einstellungen fühlt sich der Samsung einfach souveräner an.
VIDAA auf dem Hisense macht zwar ebenfalls keinen schlechten Job, wirkt stellenweise aber etwas einfacher und weniger elegant. Außerdem fehlen einzelne Apps, die für manche Nutzer durchaus wichtig sein können. Besonders auffällig ist das Fehlen der Sky Q App. Gerade für Bundesliga- und Formel-1-Fans dürfte das ein echter Nachteil sein. Wer generell viel streamt und häufiger Suchbegriffe eingibt, sollte bei beiden Fernsehern über die Anschaffung einer kabellosen Bluetooth-Tastatur mit integriertem Touchpad nachdenken. Das erleichtert die Bedienung im Alltag enorm.
3x HDMI und ein Triple-Tuner ohne PVR
Bei den Anschlüssen herrscht dagegen fast Gleichstand. Beide Fernseher bieten dreimal HDMI. Das reicht gerade noch für die typische Kombination aus Blu-ray-Player, Spielekonsole und Soundbar. Dazu kommen USB-Anschlüsse sowie ein Triple-Tuner für Kabel, Satellit und Antenne. Auf eine PVR-Aufnahmefunktion zum direkten Aufzeichnen von TV-Sendungen verzichten allerdings beide Geräte.
Im täglichen TV-Betrieb sammelt der Samsung erneut kleine Vorteile. Die Umschaltzeiten liegen bei ungefähr einer Sekunde und fallen damit spürbar flotter aus als beim Hisense, der sich beim Senderwechsel einen kleinen Moment mehr Zeit lässt. Auch die Sendersortierung und Bearbeitung der Programmliste gelingt beim Samsung einfacher und insgesamt komfortabler.
Welcher ist für Gaming besser geeignet?
Gaming ist sowohl auf dem Hisense als auch auf dem Samsung problemlos möglich. Beide Fernseher unterstützen allerdings maximal 4K bei 60 Hertz. Das reicht für Gelegenheitsspieler vollkommen aus, schöpft die Möglichkeiten moderner Konsolen wie der PlayStation 5 oder der Xbox Series X aber nicht vollständig aus. Diese könnten theoretisch bis zu 120 Bilder pro Sekunde darstellen.
Ein weiterer Vorteil für den Samsung ist die integrierte NVIDIA GeForce NOW App. Dadurch lassen sich viele bekannte Spiele direkt über die Cloud auf dem Fernseher spielen, ganz ohne angeschlossene Konsole. Voraussetzung ist lediglich ein verbundenes Bluetooth-Gamepad und eine stabile Internetverbindung. Genau diese Funktion fehlt dem Hisense leider komplett.

Bildqualität
Sowohl der Hisense 50E6DS als auch der Samsung GU50U8079H setzen auf klassische LCD-Technik mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Vereinfacht gesagt erzeugen diese Fernseher ihr Bild nicht selbst, sondern werden von einer Beleuchtung hinter dem Panel angestrahlt. Das ist deutlich günstiger als moderne OLED-Technik, bringt aber auch typische Schwächen mit sich. Besonders bei dunklen Filmszenen wirken Schwarzwerte oft eher gräulich statt tiefschwarz.
Beide Fernseher verwenden außerdem ein sogenanntes VA-Panel. Diese Technik sorgt normalerweise für ordentliche Kontraste und kräftigere Schwarzwerte als viele IPS-Displays, dafür leiden häufig die Blickwinkel. Sitzt man seitlich vor dem Fernseher, verlieren Farben und Kontrast sichtbar an Qualität. Zusätzlich verzichten beide Geräte auf lokale Dimming-Zonen. Der Fernseher kann dunkle Bildbereiche also nicht gezielt abdunkeln, wodurch besonders nachts weniger Tiefe im Bild entsteht.
Beide liefern realistische Farben
Bei der Farbtemperatur liefert der Samsung das etwas ausgewogenere Bild. Der Samsung GU50U8079H trifft den wichtigen D65-Weißpunkt mit 6485 Kelvin nahezu punktgenau. Dadurch wirken Farben natürlicher und neutraler. Der Hisense 50E6DS liegt mit 6610 Kelvin minimal kühler und erzeugt einen leicht bläulichen Bildeindruck. Das fällt im Alltag zwar nicht sofort negativ auf, direkt nebeneinander wirkt das Samsung-Bild aber harmonischer.
Für HDR fehlt es an Leuchtkraft
Bei der HDR-Darstellung liegen beide Fernseher erstaunlich nah beieinander. Der Hisense unterstützt auf dem Papier zwar mehr Formate und beherrscht neben HDR10+ auch Dolby Vision, während letzteres beim Samsung fehlt. Wirklich beeindruckende HDR-Effekte bleiben jedoch bei beiden Geräten aus. Dafür fehlt schlicht die nötige Helligkeit.
Der Hisense erreicht im Test maximal 225 cd/m², der Samsung kommt auf 234 cd/m². Das reicht für normales Fernsehen zwar aus, in hellen Wohnzimmern geraten beide Fernseher aber sichtbar an ihre Grenzen. Besonders tagsüber gehen in dunklen Szenen schnell Details verloren und das Bild wirkt insgesamt etwas flach.
Auch beim Kontrast kann sich keiner der beiden Fernseher wirklich absetzen, wobei der Samsung leicht die Nase vorn hat. Der Samsung GU50U8079H erreicht ein Kontrastverhältnis von 1220:1, während der Hisense 50E6DS auf 678:1 kommt. Gerade bei Filmen in dunkler Umgebung wirkt das Bild des Samsung dadurch etwas satter und ruhiger.
Flüssige Bewegungen, ohne Ruckeln
Erfreulich ist dagegen die Bewegungsdarstellung. Trotz der verbauten 60-Hertz-Panels laufen schnelle Bewegungen bei beiden Fernsehern überraschend flüssig. Fußballübertragungen, Kameraschwenks oder schnelle Action-Szenen sehen ordentlich aus und zeigen keine gravierenden Ruckler.
Insgesamt hat uns das Bild des Samsung dennoch besser gefallen. Die Bildaufbereitung wirkt sauberer, Inhalte sehen etwas schärfer aus und auch die Farbdarstellung erscheint natürlicher und stimmiger. Der Hisense liefert zwar ein ordentliches Bild fürs Geld, der Samsung hinterlässt insgesamt aber den hochwertigeren Eindruck.

Klangqualität
Beim Klang zeigen sowohl der Hisense 50E6DS als auch der Samsung GU50U8079H schnell ihre Preisklasse. Große akustische Wunder sollte man hier nicht erwarten. In beiden Fernsehern arbeitet ein klassisches 2.0-Kanal-Lautsprechersystem mit jeweils 20 Watt Gesamtleistung.
Auf moderne 3D-Audioformate wie Dolby Atmos verzichten beide Geräte komplett. In dieser Preisklasse ist das allerdings wenig überraschend und absolut normal.
Immerhin machen beide Fernseher ihre Aufgabe im Alltag ordentlich. Stimmen werden klar und sauber wiedergegeben, Nachrichten, Talkshows oder normale TV-Sendungen lassen sich angenehm verfolgen. Positiv fällt außerdem auf, dass weder störendes Dröhnen noch billige Knarzgeräusche auftreten. Gerade günstige Fernseher neigen oft dazu, bei höheren Lautstärken unangenehm zu scheppern. Das passiert hier erfreulicherweise nicht.
Kleine Unterschiede gibt es dennoch. Der Samsung klingt insgesamt etwas ausgewogener, während Stimmen beim Hisense gelegentlich leicht nasal wirken. Besonders bei Nachrichtensprechern oder Dokumentationen fällt das hin und wieder auf.
Für den täglichen Fernsehalltag reichen beide Fernseher akustisch vollkommen aus. Sobald jedoch Filme, Serien oder Musikvideos laufen, stoßen beide Geräte hörbar an ihre Grenzen. Es fehlt schlicht an Bass, Räumlichkeit und klanglicher Tiefe. Explosionen wirken flach, Musik verliert an Dynamik und Kinostimmung kommt kaum auf.
Für satten Kinosound: Soundbar!
Wer Wert auf besseren Klang legt, sollte deshalb über eine zusätzliche Soundbar nachdenken. Für den Hisense 50E6DS empfehlen wir die Hisense HS3100. Besitzer des Samsung GU50U8079H fahren mit der Samsung HW-Q600F besonders gut. Mit einer passenden Soundbar gewinnen beide Fernseher deutlich an Klangfülle und machen beim Filmabend gleich wesentlich mehr Spaß.
Technische Daten
| Hisense | Samsung | |
| Modell | 50E6DS | GU50U8079H |
| Diagonale | 50“ / 125 cm | 50“ / 125 cm |
| Display | DLED | DLED |
| Panel | VA-Panel | VA-Panel |
| Bildrate | 60 Hz | 60 Hz |
| Sound | 2x 10 W | 2x 10 W |
| Software | VIDAA | Tizen |
| Gewicht | 8,2 kg | 8,7 kg |
Quick Check
- Scharfes 4K-Bild
- Natürliche Farben
- Hochwertige Optik
- Geringe Helligkeit
- Schwacher Schwarzwert
- Kein USB-Recording
Fazit
Der Vergleich zwischen dem Hisense 50E6DS und dem Samsung GU50U8079H zeigt vor allem eines: Gute Fernseher müssen heute nicht mehr unbezahlbar sein. Beide Modelle liefern solide Alltagskost für Streaming, Fernsehen und Fußballabende und richten sich klar an preisbewusste Käufer, die nach vielen Jahren endlich wieder auf einen modernen Smart-TV umsteigen möchten.
Der Hisense überrascht dabei mit seinem attraktiven Preis, ordentlicher Ausstattung und einem erstaunlich hochwertigen Design. Für rund 400 Euro bekommt man hier viel Fernseher fürs Geld. Schwächen zeigt das Gerät allerdings bei der Software, beim Kontrast und bei der allgemeinen Bildabstimmung.
Der Samsung kostet spürbar mehr, liefert dafür aber auch das insgesamt rundere Gesamtpaket. Das bessere Betriebssystem, die angenehmere Bedienung, die größere App-Auswahl und die sichtbar bessere Bildaufbereitung machen sich im Alltag schnell bemerkbar. Gerade wer seinen Fernseher viele Jahre nutzen möchte, dürfte mit dem Samsung langfristig glücklicher werden.
Am Ende entscheidet vor allem der Geldbeutel. Wer möglichst günstig einen modernen 50-Zoll-Fernseher sucht, macht mit dem Hisense wenig falsch. Wer bereit ist, etwas mehr Geld auszugeben, bekommt mit dem Samsung jedoch den insgesamt besseren Fernseher.
Gesamtnote: Gut!






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